OLD The Pic Salad – THE INFINITE SCREAM

THE INFINITE SCREAM

THE INFINITE SCREAM

… der unendliche Schrei.

Einst spürte der Norweger Edvard Munch, wie ein unendlicher Schrei durch die Natur ging. Hundert Jahre später geht der Schrei wieder durch die Natur.

JENS

Der Fotograf Jens fotografierte den “unendlichen Schrei”, der durch die Natur geht. So entstanden über 100 Portraits von Menschen, die der Natur ihre Stimme gaben.

INTERVIEW

INTERVIEW
MARA CHRISTENSEN FÜR THE PIC SALAD (TPS)

TPS-Magazin: Jens, für Ihr Projekt „Der unendliche Schrei“ haben Sie sich an das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch angelehnt. Wie kamen Sie auf die Idee?

Jens: Ich wollte Bildern Alter Meister neue und zeitgemäße Aussagen geben. Auf der Suche nach geeigneten Gemälden fiel mir „Der Schrei“ von Edvard Munch in die Hände.

TPS-Magazin: Zu Edvard Munch und seinem Werk, haben sich in der Vergangenheit viele Künstler. Kunstkenner oder auch Psychologen geäußert. Was bewegte Sie dazu, den „Schrei“ zu einem Ihrer Projekte zu machen?

Jens: In seinem Tagebuch von 1892 schreibt Munch, wie er auf einem Spaziergang einen blutroten Sonnenuntergang erlebte und er zitternd vor Angst spürte, wie ein unendlicher Schrei durch die Natur ging. Der Schrei der Seele faszinierte mich.

TPS-Magazin: Die Seele eines Menschen ist ja nun etwas ganz Persönliches, auch wenn der Maler dies visualisiert hat.

Jens: Na ja, dadurch, das das Bild im Museum hängt, der Öffentlichkeit zugänglich ist, beschäftigen sich auch andere damit. Jeder versucht das Bild zu verstehen und interpretiert es auf seine Weise, jeder schreit auch auf seine Weise und aus unterschiedlichen Gründen.

TPS-Magazin: Und wie verstehen Sie das? Wie schreien Sie?

Jens: Ich glaube, dass es vielen Menschen ähnlich wie Edvard Munch geht und sie nur noch laut schreien möchten, wenn sie an den Zustand unserer Welt denken. Das ist ganz unabhängig von Munchs seelischen Befindlichkeiten, weil das Gemälde einen starken symbolischen Charakter hat.