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„Aschersleben ’89“ ist zeitlos aktuell und könnte zum Beispiel auch „Maasen ’14“ heißen.

Auf den ersten Blick sehen wir einen Haufen Papierschnipsel. Martin Knigge zog Streifenschnitte aus dem Reißwolf, die sich über die Zeit dort angesammelt hatten. Auf manch einem noch deutlich lesbar Inhaltsfragmente, wie das Wort „Hilfe“, das ganz verschieden zu lesen ist. Als Ergebnis eines langwierigen, kreativen Prozesses visualisierte er die Vernichtung der Stasiakten, stellte den Auswurf des Aktenvernichters zur Schau und nannte sein Werk „Ascherleben ’89“. Wie sich zeigt ist „Aschersleben ’89“ zeitlos aktuell und könnte zum Beispiel auch „Maasen ’14“ heißen, als ein Verfassungsschützer NSU-Akten schreddern ließ.
Auf einer zweiten, materiellen Ebene erinnern wir uns an den Entstehungsprozess, wie aus wohlfeilen Papierseiten standardisierte, normierte Papierstreifen wurden, die sich nur noch durch ihren Aufdruck unterscheiden. Doch sich selbst überlassen, haben sie ihre eigene Form gefunden. Das Opponieren gegen die Ordnung gestaltete einen leicht chaotischen Zustand. In solchen Situationen greifen Menschen öfter zu Keksen und Süßigkeiten, sagen Psychologen.

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